Harald Hofmann

Vom Zauber des Glaubens  Harald Hofmann, 2021

Vom Zauber des Glaubens Harald Hofmann, 2021

 

Harald Hofmann

Der Zauber des Glaubens Neben dem Turm steht eine Leiter, angelehnt an eine imaginäre Wand. Der Künstler stellt eine
Verbindung zur Architektur und Entstehung der Kirche und ihres Turmes her. Die Baumeister des Turmes suchten den Weg in die Höhe. Die Gotik befreite sich von der Demut und Unterwerfung der Romanik. Sie strebt nach oben, sucht die Verbindung vom Menschen zu Gott, leitete in ihrer Architektur den Blick weg vom Irdischen ins Himmlische. Die Leiter ist die von Menschen gemachte Aufforderung, diesen Weg zu gehen. Aber sie braucht einen festen Stand. Diese hier hat oben keinen Halt. Wer sie hinaufsteigt muss ein großes Vertrauen in ihre Sicherheit haben. Die Bauleute entwerfen gemeinsam den Plan, modifizieren ihn während der Bauzeit. Ihr Schaffen weist über die Gegenwart hinaus. Die das Werk vollenden sind die Nachfolger derer, die den Grundstein legten. Was sie antreibt, ist der Glauben. Er gibt ihnen die Kraft und die Ausdauer.

Warten auf die Renaissance Die Reißschiene lehnt an neben dem Turm. Sie ist für den Architekten ein Hilfsmittel, Baukonstruktionen zu entwerfen. Die Reißschiene steht aufrecht, sie ragt weit über den Turm hinaus. Während wir von den gotischen Kirchen keine Bauzeichnungen und auch keine Architekten der Kirchen kennen, ändert sich dies in der Renaissance. Die Reißschiene wartet auf ihren Einsatz.

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